Putzen ist bei uns eigentlich ein Volkssport! Die Wohnung wird regelmäßig geputzt, das Auto vermutlich noch häufiger, mancher putzt seine Schuhe und die Brille tagtäglich. Aber auch die Solargeneratoren brauchen gelegentlich eine Reinigung, vor allem im Frühjahr. Doch Vorsicht! Das ist kein Volkssport, sondern eine Sache für Profis wie Sunny Clean!

 

Kennen Sie noch die Versprechen Ihres Solarunternehmens: Solargeneratoren brauchen weder Wartung noch Pflege? Jahrelang wurde dieses Märchen verbreitet, die Realität sieht leider anders aus. Solargeneratoren bestehen aus Solarmodulen, und diese wiederum haben große Glasflächen und je nach Ort und Nachbarschaft müssen diese Frontgläser gereinigt werden, manche nur einmal in mehreren Jahren, manche in jedem Frühjahr, manche alle paar Wochen, oder nie. Das hängt davon ab, wie stark die Verschmutzungen den erhofften Solarertrag schmälern.

 

1. In jedem Frühjahr checken, auch wenn es keine sichtbaren Mängel gibt

 

Jeder Solargenerator, ob am Boden montiert, auf dem Dach oder an der Fassade – sollte zu Beginn des Frühlings einer Durchsicht durch kundige Augen unterzogen werden. Die elektrischen Daten (U-I-Kennlinie) sind zu überprüfen, ebenso sollte der Installateur den Blitzschutz kontrollieren. Die Sichtprüfung der Anlage ist wichtig, um sich einen aktuellen Eindruck von ihrem Zustand zu verschaffen. Starke Winde oder Eis können den Generator im Winter beschädigt oder bewegt haben, das lässt sich bei einer einfachen Begehung leicht feststellen. Wichtig ist auch, dass der Referenzsensor der Anlagenüberwachung frei zugänglich und sauber ist. Schrauben und Stecker sind ebenso zu kontrollieren. Die Schrauben sollten fest sitzen, die Stecker ebenso, ohne dass Wasser eingedrungen ist. Bei einer Begehung sollte zumindest stichprobenartig geprüft werden, ob die Anschlussdosen der Module unversehrt sind. Bei dieser Gelegenheit lässt sich mit einem Blick erkennen, ob die Anlage verschmutzt ist. Ob und wie stark eine Verschmutzung die Ausbeute an Sonnenstrom vermindert, lässt sich sehr leicht aus den elektrischen Daten ersehen. Danach kann der Installateur gemeinsam mit seinem Kunden entscheiden, ob eine Reinigung sinnvoll ist.

 

2. Art und Stärke der Verschmutzung analysieren

 

Ob Solarmodule verschmutzen, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Normalerweise ist das Problem unkritisch, verschmutzen die Module kaum, da normaler Staub von Regen, Wind und Schnee entfernt werden kann. Befinden sich in der Nachbarschaft jedoch z.B. ein Betonwerk, ein Sägewerk oder ein Kuhstall, bilden sich auf den Modulen unter Umständen erhebliche Dreckschichten. Ursache können feine Stäube sein (Beton, Holzstaub, Landwirtschaft). Wenn es regnet, verbindet sich der Staub mit dem Niederschlag zu einem schmierigen, klebrigen Brei. Er trocknet und heizt sich während des Betriebs der Solarmodule zusätzlich auf. Weil die verschmutzten Stellen dunkler sind, heizen sie sich mehr auf als die Solarmodule während des Betriebs ohnehin. Staub und Dreck setzen sich vorzugsweise an der Rahmenkante der Module fest, die am Schrägdach unten sitzt.

 

Viehwirtschaft setzt sehr viel Ammoniak frei, als Ausdünstung von Schweinen, Kühen oder Geflügel. Das Ammoniak verbindet sich mit Stäuben in der Luft und setzt sich auf den Solarmodulen als dicker, fester Film ab, der vorbeifliegenden Staub förmlich anzieht. Ihm ist mit Wasser allein kaum beizukommen, hier benötigen Sie professionelle Reinigungsmittel oder Reinstwasser. Auch produzierendes Gewerbe in der Nachbarschaft kann die Solaranlage stark verschmutzen, etwa durch Stäube aus einer Gießerei oder Emissionen eines Kraftwerks. Je nach Art und Grad der Verschmutzung sollte man einen Reinigungsplan entwerfen, damit der Solargenerator regelmäßig gepflegt wird.

 

Nicht zu vergessen: Auch Tierkot (Vögel, Mäuse, Marder, Waschbären) oder Nester gelten als Verunreinigung, die bei der Inspektion gefunden werden. Es ist zu prüfen, inwieweit solche Verschmutzungen durch Drahtzäune oder andere Zugangssperren künftig vermieden werden.

 

3. Solarmodule sind keine Fenster

 

Viele Eigentümer von Solaranlagen rücken Ihren Solarmodulen ziemlich unbedarft zu Leibe: Mit Spülwasser, Lappen und Bürste. Aber vorsicht, ein Solarmodul ist kein Fenster oder Küchentisch! Dass die Module mit Glas versiegelt sind, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich in der Regel um Spezialglas handelt. Oft ist es mit einer unsichtbaren, hauchfeinen Antireflexschicht überzogen, um mehr Sonnenlicht im Modul zu halten. Wer den Staub einfach abwischen oder abbürsten will, riskiert die Garantien des Modulherstellers. Denn die Modulhersteller geben in der Regel genaue Anweisungen, wie ihre Solarmodule gereinigt werden sollen. Das ist manchmal übertrieben akribisch gefordert, als ob man die Module mit der Zahnbürste reinigen soll. Deshalb ist die Reinigung stets Sunny Clean zu überlassen. Wir sorgen dafür, dass Ihre Module sauber werden und die Garantie erhalten bleibt – unter Umständen nach Rücksprache und Freigabe durch den Modulhersteller.

 

4. Klassische Tricks aus dem Haushalt reichen nicht aus

 

Meist reichen die Tricks der Haushaltsreinigung ohnehin nicht aus, um verschmutzte Module zu säubern. Dafür braucht man kalkfreies (entkalkt, entsalzt), faktisch destilliertes Wasser und spezielle Lösungsmittel, die keine Rückstände hinterlassen. Gereinigt wird ein Solargenerator im Sommer auch erst, wenn die Module kühl sind, also am späten Nachmittag oder am Morgen, bevor die Sonne an Kraft gewinnt. Auch sollte man es unbedingt vermeiden, in der Sonne stromende Module mit kaltem Wasser zu schockieren. Die thermischen Spannungen können die Gläser und die Zellen zerstören. Viele Solarmodule haben sensible Antireflexbeschichtungen auf der Oberfläche – eine Grund mehr, dem Profi Vortritt zu lassen!

 

5. Dacharbeiten immer korrekt absichern

 

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum man die Modulreinigung uns überlassen sollte: In der Regel befinden sich Ihre Solarmodule auf dem Dach. Dacharbeiten sind grundsätzlich abzusichern, indem man Fangnetze aufspannt oder gar ein Gerüst an das Haus stellt. Die reinigende Person sollte durch eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) gesichert sein, ebenso durch Seile, Geländer, Netze und stabile Leitern. Bei der Anlageninspektion im Frühjahr kann man die Reinigung gleich mit erledigen, wenn unsere Elektriker ohnehin eine Absturzsicherung aufgebaut hat, um die Anlage technisch durchzuprüfen und gegebenenfalls Teile zu wechseln. Nicht zu unterschätzen: Solaranlagen sind elektrische Systeme. Kommen sie auf unsachgemäße Weise mit Wasser in Berührung, drohen Stromschläge oder Kurzschlüsse, vor allem bei verborgenen Defekten an Steckern und Verkabelung. 

 

Und noch etwas: Auch wenn Solarmodule robust aussehen, sollte man weder auf ihnen herumlaufen, noch darauf knien. Unter dem Deckglas liegen fragile Solarzellen, die leicht brechen können, wenn sich das Glas zu stark durchbiegt. Die Brüche sind oft nur mikroskopisch und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

 

6. Die Reinigung immer dokumentieren

 

Die Ergebnisse des Frühjahrsputzes und weiterer Reinigungen sind in der Anlagendokumentation zu protokollieren. Sunny Clean schließt die Reinigung ab, indem wir die Ertragsdaten neu bestimmt. Daran lässt sich erkennen, ob die Reinigung den Solarertrag tatsächlich verbessert hat. Auf diese Weise kann man auch erkennen, ob nicht vielleicht andere Gründe vorliegen, die den Ertrag schmälern, etwa technische Fehler in der Verkabelung, etc. 

 

7. Daher die Arbeiten dem Fachbetrieb überlassen

 

Waren Sie uns zufrieden, schließen Sie unbedingt einen langfristigen Wartungsvertrag mit iuns ab, der auch die Reinigung beinhaltet.

 

Dann brauchen Sie sich kein Kreuzchen mehr in den Kalender zu machen!

 

Die Begehung im Frühjahr ist eine gute Gelegenheit, um die Erträge des vergangenen Jahres mit der Ertragsprognose zu vergleichen. Bei einer Tasse Kaffee im Anschluss kann man zum Beispiel darüber sprechen, ob sich die Nachrüstung mit einer Solarbatterie lohnt, oder wie der Eigenverbrauch des Solarstroms im eigenen Gebäude erhöht werden kann. Haben Sie zwar eine Solaranlage, aber bislang keinen Wartungspartner, sollten Sie unbedingt einen solchen Vertrag mit uns anstreben.